Sri Lanka Fotoreise März 2026 - Teil 1

Sri Lanka - Wir kommen …

Unterwegs im Land Rover

Normalerweise reise ich mit vier Gästen nach Sri Lanka, und so war es auch dieses Mal ursprünglich geplant. Kurz vor Abflug musste jedoch ein Teilnehmer aus medizinischen Gründen absagen, sodass wir schliesslich zu viert ab Zürich starteten: Britta, Anja, Adrian «Adi» – und ich.

Die Vorfreude war so gross, dass dieser Umstand die Stimmung nur ganz kurz trübte. Im Direktflug mit Edelweiss ging es nach Colombo, wo uns bereits mein lokaler Freund und Partner herzlich in Empfang nahm. Von dort aus machten wir uns – auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt – auf den Weg in Richtung Wilpattu Nationalpark, eine durchaus lange Strecke.

Um die Anreise entspannt zu gestalten, legten wir etwa eineinhalb Stunden vor unserem eigentlichen Ziel einen geplanten Zwischenstopp mit Übernachtung ein. Dafür hatten wir uns eine kleine, grüne Oase ausgesucht, die wir fast exklusiv für uns allein hatten: mit authentischem, leckerem Essen und einem grossen Naturteich direkt auf dem Gelände – perfekt, um nachts auf die Suche nach spannenden Motiven für die Makrofotografie zu gehen. Ein sanfter, idealer Einstieg ins Abenteuer und die beste Grundlage für eine ruhige, erholsame erste Nacht, um am nächsten Tag voller Energie in das zu starten, denn die Nacht wird relativ kurz, früh startet bereits die erste Tagesaktivität noch vor Sonnenaufgang

Die NIKON’s & SONY’s und OM System sind ready, die Blitze geladen, gleich gehts los ….

Wilpattu Nationalpark

Am nächsten Morgen ging früh los, eine ruhige Bootstour war geplant ebenso wie das Fotografieren von hochgiftigen Seeschlangen. Sicherlich bereits ein Highlight für meine Reisegäste, wo bitte bekommt man sonst diese Tier zu Gesicht geschweige denn vor die Linse? Eben ;-)

Da freut sich das Herz des Reptilien-Fans natürlich ;-)

Morgenstund und so ….

Nach einer kleinen Stärkung ging es für uns ganz entspannt weiter zu unserer Unterkunft ausserhalb des Wilpattu Nationalparks, wo wir noch eine zusätzliche Nacht verbrachten, bevor die eigentliche Action startete. Diese Etappe nutzten wir ganz bewusst als Übergang, um nach der Anreise anzukommen, runterzufahren und uns in Ruhe auf die kommenden Tage im Park einzustimmen.

Weil wir im Anschluss fünf Nächte direkt im Nationalpark verbringen und die Unterkünfte dort bewusst eher basic und komplett ohne Internetverbindung sind, habe ich meinen Gästen vorher noch ein kleines Extra an Komfort gegönnt: grosszügige Zimmer, Klimaanlage, stabiles WiFi, ein bequemes Kingsize-Bett und ein stilvoller Pool. So konnten alle noch einmal richtig auftanken, Mails erledigen, Bilder sichern und erholt in das eigentliche Safari-Abenteuer starten.

Gutes Essen und vorallem lokale Küche ist für mich ein absolutes Muss auf jeder Fotoreise

Während die Damen Einzelzimmer bekommen, schlafen Adi und ich so. Unter wilden Tieren, mitten im Nationalpark ;-)

Unsere fünf Nächte im Nationalpark verbrachten wir in zwei unterschiedlichen Unterkünften, die beide noch einigermassen neu sind und reichlich Platz selbst für grössere Gruppen bieten. Wie so oft bei staatlich geführten Betrieben in diesen Ländern ist der Unterhalt allerdings eher funktional als liebevoll – ein Umstand, den viele Reisende aus Afrika bereits kennen.

Abgesehen von WiFi und Kühlschrank mangelte es uns jedoch an nichts Wesentlichem. In Wahrheit tat uns der kurze „WiFi‑Detox“ sogar richtig gut und half, den Kopf freizubekommen und ganz im Moment anzukommen. Die fehlende Kühlmöglichkeit für Lebensmittel und Getränke ist in solchen Camps dagegen eine echte logistische Herausforderung, vor allem, wenn man mehrere Tage im Park unterwegs ist.

Genau hier kam die Stärke unserer lokalen Organisation ins Spiel: Mein Partner vor Ort hatte wie immer alles bis ins Detail durchdacht. So reisten wir mit mehr als ausreichend Lebensmitteln, Getränken und natürlich jeder Menge Eis an, um unsere Vorräte zuverlässig frisch zu halten. Während wir uns als Gruppe voll und ganz auf das Entdecken des Nationalparks und die Fotografie konzentrieren konnten, lief die gesamte Versorgung im Hintergrund reibungslos – perfekte Bedingungen, um tief in die Wildnis einzutauchen und mit starken Bildern nach Hause zu kommen.

Was auf den ersten Blick vielleicht etwas nachteilig wirken mag, entpuppt sich in der Praxis als echter Game Changer. Wer direkt im Nationalpark übernachtet, kann morgens früher starten und abends länger draussen bleiben, während rund 99,9% der übrigen Besucher bereits 40–45 Minuten vor Sonnenuntergang den Rückweg zum Gate antreten müssen, um rechtzeitig zum Parkschluss draussen zu sein.

Für meine Vorstellung einer wirklich hochwertigen Fotoreise ist dieses Zeitfenster im Park absolut unverzichtbar. Gerade in den ersten und letzten Minuten des Tages haben wir die grössten Chancen auf besondere Sichtungen und zugleich das magischste Licht, das unsere Bilder von «schön» zu «unvergesslich» werden lässt. Wer mit mir im Park übernachtet, entscheidet sich daher ganz bewusst für maximale fotografische Möglichkeiten und gegen Kompromisse bei den besten Momenten des Tages!

Fotos bei diesem Licht bekommen Pauschaltouristen hier also nicht …

Auch diesen bunten Dschungelzwergfischer findet man eher ganz frühen Morgen, wenn Licht noch Mangelware ist

Der Wilpattu Nationalpark war dieses Mal eine echte Herausforderung. Ursache dafür waren vor allem die starken Regenfälle der vergangenen Wochen und Monate sowie die schweren Unwetter mit Wirbelstürmen im Dezember 2025, die Sri Lanka heftig getroffen haben. Dadurch waren einige Routen nicht passierbar, und ich war dieses Mal mehr denn je auf meinen Expertenguide und unseren Fahrer vor Ort angewiesen.

Die beiden haben diese Situation jedoch so professionell gemeistert, dass wir als Gäste vor Ort zu keinem Zeitpunkt etwas von den Einschränkungen gespürt haben – die gesamte Planung war von Anfang an sorgfältig auf die besonderen Bedingungen abgestimmt. Wir konnten auch dieses Mal wieder nahezu alles sehen, einzig den Lippenbär haben wir einmal ganz knapp verpasst.

Dafür ist uns etwas gelungen, das selbst viele erfahrene Sri-Lanka-Reisende nie zu Gesicht bekommen: Ich konnte meinen Gästen den unglaublich bunten Dschungelzwergfischer – den wohl schönsten, kleinsten und am schwierigsten zu findenden Eisvogel Sri Lankas – zeigen und gemeinsam mit ihnen fotografisch festhalten. Da kann man doch nicht klagen, oder?

Leoparden konnten wir auch dieses Mal täglich beobachten – ein grosser Luxus, den man auf Safaris keineswegs als selbstverständlich ansehen darf. Einen davon erlebten wir sogar bei einer erfolgreichen Jagd auf ein Wildschwein, ein Moment, in dem für einen kurzen Augenblick die gesamte Spannung des Dschungels greifbar wird.

Mit der Beute zog er sich jedoch sofort ins hohe Gras hinter einen Baum zurück, sodass wir die Szene nicht weiter sehen, dafür aber umso deutlicher hören konnten. Das Knacken der Knochen hallte eindrücklich durch die Stille – ein Geräusch, das sich tief einprägt und das man so schnell nicht wieder vergisst. Bei einem solchen Erlebnis live dabei zu sein, ist genau die Art von intensivem Naturmoment, für den wir auf Fotoreisen wie dieser unterwegs sind.

Einfach so aus dem Nichts, kreuzt uns dieser grosse Leopard auf dem Weg zurück ins Camp

Da Wilpattu NP in grossen Teilen sehr “wäldlich” ist, treten viele Motive aus dem Dunkeln ans Licht ….

Alles, was wir allein im Wilpattu Nationalpark erlebt haben, hier in Worte zu fassen, würde jeden Rahmen sprengen. Daher beschränke ich mich an dieser Stelle ganz bewusst auf ein paar ausgewählte Highlights – in Wahrheit war es weit mehr als das, was ihr in diesem Bericht zu sehen bekommt.

Wenn ihr tiefer eintauchen und solche Momente selbst erleben möchtet, dann kommt am besten einfach mit auf eure eigene Fotoreise mit mir. Ich bin überzeugt, ihr werdet es keine Sekunde bereuen. Weiter geht’s …

Natürlich kamen auch Ornithologen voll auf ihre Kosten, denn Sri Lanka gilt nicht ohne Grund als Hotspot für Birding-Fans. Überall entlang unserer Wege begegneten uns spannende und teils seltene Vogelarten, die jedes Fotografenherz höherschlagen lassen.

Von Malabarhornvögeln über gleich vier verschiedene Eisvogelarten, mindestens drei Bienenfresser-Arten und mehrere Adlerarten bis hin zu zahlreichen weiteren besonderen Vogelbegegnungen war alles dabei. Dazu kamen Klassiker wie der bereits gezeigte, prachtvolle Pfau sowie verschiedene Eulenarten, die vor allem in der Dämmerung für Gänsehautmomente sorgten.

Ganz besonders gefreut hat es mich, meinen Gästen erneut eindrucksvolle Sichtungen meines absoluten Lieblingsvogels in Sri Lanka zu ermöglichen: des majestätischen Fischuhus, der grössten Eulenart dieser einzigartigen Insel. Solche Begegnungen sind selbst für erfahrene Reisende etwas ganz Besonderes und bleiben noch lange im Gedächtnis.

Was ein unglaublicher Anblick und Moment, genau solche Momente sind es für die ich lebe - der Fischuhu!

Was soll ich sagen?

Die ersten rund sechs Tage waren bereits ein voller Erfolg: geprägt von fantastischen Sichtungen, wunderbaren Motiven und fotografisch anspruchsvollen Situationen – genau das, was das Herz von Tierliebhabern und fotobegeisterten Reisenden höher schlagen lässt. Jeder Tag brachte neue Highlights und einzigartige Momente, die man so nur in der echten Wildnis erlebt.

Bleibt unbedingt dran – es warten noch viele weitere Eindrücke, spannende Geschichten und starke Bilder auf euch. Eines kann ich jetzt schon versprechen: Es bleibt aufregend.

Viele Grüsse

Marco

Wilpattu Nationalpark - Gruppenfoto mit Team und Helfern

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